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1958 Volvo PV 544
26. Mai 2010 - 15:22 Uhr
Jens Wilde
Die Sitze im Buckel sind noch sehr schön und nicht durchgesessen, allerdings haben die Sitzbezüge im Laufe der Zeit natürlich gelitten und waren sehr “dreckig”. Mein Vater hat die Bezüge der Vordersitze und der Rückbank kurzerhand abgezogen. Zum Vorschein kam eine tolle Substanz.
Die Sitzbezüge hatten Verfärbungen, da die direkt darunter liegende Schicht sich aufgelöst hatte. Es krümmelte jedenfalls eine nicht definierbare Substanz aus den Sitzen. Darunter war Holzwolle und Jute auf den Sprungfedern. Die Sitzbezüge bestehen ja aus grauem Stoff und rotem Kunstleder. Wir haben sie kurzerhand in die Waschmaschine gesteckt und bei 30 Grad gewaschen. Sie sehen nun wieder gut aus und haben ihren muffeligen Gestank verloren. Ein Austausch ist nicht mehr notwendig.
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1958 Volvo PV 544
17. Mai 2010 - 10:45 Uhr
Jens Wilde
Ich hatte es ja schon befürchtet. Nun ist es amtlich. Der Scheibenrahmen ist an den “üblichen” Stellen durchgerostet. Nachdem ich die Scheibendichtung von innen mit einem “Sichel-Teppichmesser” zerschnitten hatte, ließ sich die Frontscheibe einfach und vorsichtig herausdrücken.
Die Roststellen sind nicht ganz so schlimm, aber um eine Teillackierung des Bereiches werde ich definitiv nicht herumkommen. Ich bin gespannt ob sich beim Ausbau der Heckscheibe ein ähnliches Bild zeigt.
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1958 Volvo PV 544
17. Mai 2010 - 10:40 Uhr
Jens Wilde
Das lange Wochenende hab ich ausgiebig schrauben können. :-) Nachdem das deutsche Reparaturhandbuch auf CD eingetroffen ist, hab ich den Mut gefaßt den Lenkgetriebe- und Motorausbau zum ersten Mal selbst zu machen. Und was soll ich sagen: Es war nicht schwer!
Allerdings war eine ganze Menge an Teilen abzubauen und ich weiß nicht, ob ich es mich getraut hätte, wenn der Wagen nicht schon soweit zerlegt wäre. Das Lenkgetriebe war extrem störisch. Dafür hab ich fast einen kompletten Nachmittag gebraucht. Entgegen der Anleitung kann ich nur empfehlen den Lenkhebel NICHT(!) mit einem Abzieher abzubauen. Ich habe stattdessen alle anderen Lenkverbindungen gelöst. Warum? So sollte sich die Spur nicht groß verstellen und an den Lenkhebel mit einem Abzieher ranzukommen ist ohne Spezialwerkzeug quasi unmöglich.
Der Motor war da wesentlich einfach. Nach gut 2 Stunden Vorarbeit hab ich ihn in knapp 20 Minuten ausgebaut. Das sollte man aber niemals alleine machen! Am besten noch ein drittes Paar Augen hinzuziehen. Denn die Motor-Getriebe-Kombination am schwankenden Motorkram da heil rauszubusieren ist ziemliche “Zirkelarbeit”. Ich frag mich, wie das gehen soll wenn der Rest des Wagens noch zusammengebaut ist.
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1958 Volvo PV 544
14. Mai 2010 - 17:19 Uhr
Jens Wilde
Letztes Wochenende gab es für den Buckel erstmal eine Motorwäsche. Nun kann man im Motorraum auch wieder schrauben, ohne gleich versiffte Finger zu haben. Naja, zumindest nicht vor Dreck triefend. ;-)
Ich habe mich dann – mit Hilfe von diversen Familienmitgliedern – im Laufe der Woche durch den Kabelsalat gekämpft. Die Elektrik ist “schwer überholungsbedürftig”, da die meisten Kabel älter als ein halbes Jahrhundert sind und das eine oder andere Zusatzgerät (Scheiben-Waschanlage, größere Anlage, Tagfahrlicht, Warnblinker) wurde natürlich einfach irgendwo angeklemmt. Es gibt sogar Stromleitungen ohne Absicherung. Skandalös und brandgefährlich.
Am ärgerlichsten ist jedoch, dass bei der letzten Lackierung fast alles nur grob abgeklebt und überlackiert wurde. So z.B. die Waschmitteldüsen und die Sockel der Scheibenwischer. Von der Frontscheibendichtung wollen wir gar nicht erst reden. Es heißt also: Teillackierung. Toll.
Parallel habe ich den kompletten Innenraum entkernt, also Sitze raus, Teppiche und Verkleidungsteile, sowie alle Schalter und Geräte im Innenraum demontiert. Nun steht er fast “nackt” dar und wartet auf den Motorausbau. Am schlimmsten war das Zündschloß: Ein kleiner Stift sitzt in “10 Uhr” von innen am Zündschloß und blockiert den Schließzylinder. Um an den ranzukommen muss der Tacho ein Stück reingedrückt werden. An den kommt man aber erst ran, wenn man Handschuhfach, Radio, diverse Schalter und die Scheibenwischer demontiert hat. Abgesehen davon dass man sich diverse blaue Flecken holt von den Sitzschienen. Also Diebstahlschutz stelle ich mir anders vor.
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1958 Volvo PV 544
6. Mai 2010 - 12:11 Uhr
Jens Wilde
Nach zwei längeren Abenden in der Werkstatt, ist die Demontage abgeschlossen. Die Elektrik ist raus, alle Blechteile demontiert, das Kühlsystem komplett entfernt. Hat alles “ein wenig” länger gedauert, da viele Schrauben nach 50 Jahren keine Lust mehr hatten sich losdrehen zu lassen. Die Teileliste ist nicht besonders lang. Eigentlich nur neue Dichtungen, Schläuche, Schrauben und neue Elektrokabel.
Kurios: Hinterm Kühlergrill fanden sich zwei Nummerschildbeleuchtungslampen. Vermutlich mal als “Lichttuning” gedacht. Waren aber abgeklemmt. Der Zustand für ein 52 Jahre altes Auto ist wirklich gut, aber was die Schweden an Unterbodenschutz “draufgehaut” haben ist schon echt nicht mehr feierlich. Und von Motorwäsche haben die auch nichts gehört. Der Dreck ist bestimmt schon Jahrzehnte alt.
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