“Mal eben”? Wohl kaum. Wer schonmal ein altes amerikanisches Auto zerlegt und wieder zusammengebaut hat, weiß was ich meine. Für alle anderen: NICHTS PASST! Es hat schon seinen Grund, dass die Amis in “Zoll” messen. Ein Zoll (engl. Inch) entspricht 2,54cm. Alles unter einem halben Zoll ist da schon super. Sind aber immer noch gut 13mm und damit für den deutschen Automobil-Liebhaber völlig inakzeptabel.
Am Samstag waren die Türen dran. Anbauen ist einfach. Ausrichten fürchterlich. Bis man verstanden hat, in welche Richtung die Schaniere verschoben werden müssen, war der Tag schon vorbei.
Am Sonntag sollte es schneller gehen. Sollte. War aber nichts. Erst die Frontschnauze komplett angeschraubt. Dann kamen die Kotflügel und nichts paßte. Also alle Schrauben wieder ab und nur einige eingedreht. Schon besser. Allerdings paßte weder links noch rechts der Übergang zu den Türen. Warum? Die Kanzel wurde aus zweien zusammengeschweißt (darum ja der Spitzname “Frankie”) und der Wagen hatte einen leichten Unfallschaden vorne rechts. Also mußten auch die vorderen Innenkotflügel nochmal losgeschraubt werden. Nach 8 Stunden an- und abschrauben, Maß nehmen, probieren, fluchen, Löcher vergrößern, einigen Flaschen Bier, gefühlten 100 Schrauben und 2 Packungen Unterlegscheiben war es dann geschafft.
Der Chef ist zufrieden und ich glücklich, dass die Blechteile von der To-Do-Liste zu streichen sind, denn die nächsten Aufgaben warten schon: Tür-Innereien, Fenster, Dichtungen, Scheinwerfer, Verkabelung, etc. Auch wäre es schön, wenn der Lacker die Ladefläche endlich fertig machen würde, damit es “hintenrum” auch losgehen kann.
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Hier im Zeitraffer: Es sah aus wie bei einer Operation am offenen Herzen: Fliegende Kabel, Steckverbinder, Messgerät, alle Kerzen raus und Zündkabel ab. Alle Öle aufgefüllt (Motor, Getriebe, Servopumpe).Wasser rein. Erster Schlüsseldreh: Nichts. Der Startstrom lag am Anlasser am falschen Pol an. Zweiter Schlüsseldreh: Er “nuddelt”. Nach 5 Sekunden: STOP! Es läuft Öl aus. Ein Blindstopfen hinten am Block fehlte. Besorgt. Eingebaut. Nächster Schlüsseldreh: Öldrück baut sich auf. Die Anzeige funktioniert also.
Alle Zündkerzen rein. 5l Sprit in den Tank. Erster Versuch: Nichts. Es kommt kein Sprit. Diagnose: Benzinpumpe ist hin. Elektrische Benzinpumpe provisorisch dazwischengesetzt. Immer noch kein Sprit. Zur Tankstelle und nochmal 10l Sprit geholt. Jetzt kommt der Brennstoff. Zweiter Versuch: Er springt kurz an, produziert aber Fehlzündungen…
… Oberen Todpunkt überprüft. Verteiler neu positioniert. Nächster Versuch: Er springt an! Nur die elektrische Benzinpumpe hatten wir vergessen. Also ging er gleich wieder aus… (weiterlesen…)
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Auch wenn es nicht danach aussieht, alle Halter der Bremsanlage sind “custom-made”. Der goldene Vorderachsstabilisator ist wohl ein wenig überdimensioniert, aber sieht schon echt fett aus. Hoffentlich bringt er auch die erhoffte Stabilisierung. Man wird sehen.
Es wird Zeit, dass der Wagen fertig wird. So langsam “schichtet” sich der Staub. ;-)
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Am Wochenende haben Papa und ich, mit tatkräftiger Hilfe eines guten Freundes, Innenkotflügel und Core-Support montiert. Mit den richtigen Schrauben war das alles kein Problem. Der Batteriekasten sitzt und der Kühler samt Shroud durfte schon mal “probesitzen”. Das Feintuning kommt dann am nächsten Wochenende.
Heute morgen kam Michael wieder vorbei und wir haben die Heckscheibe eingesetzt, allerdings ohne Keder, da die Gummidichtung sonst gar nicht gepaßt hätte. Es soll dafür extra ein Werkzeug geben. Mal sehen. Außerdem passen nun die Halter für die Handbremse an der Hinterachse (siehe letztes Fotos) und können lackiert und dann demnächst verbaut werden.
Nun muss ich mich mit dem neuen Universal-Kabelbaum rumschlagen. Die Dokumentation ist sehr gut. Mal sehen wie sich das entwickelt.
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Die letzten Wochen war von Kurzbesuchen von Michael Wolf geprägt. Punkt 8 stand er auf der Matte und um 9 war er quasi schon wieder weg. Es gab einiges zu basteln am Motor: Einen passenden Schwingungsdäpfer verbauen (Danke von dieser Stelle an den US-Speedshop), Riemenscheiben und Keilriemen (natürlich nicht Standard, sondern einzeln ausgemessen), Wasserschläuche (gab´s tatsächlich beim lokalen KfZ-Teilehändler), Servopumpe (Halter mußte neu gefertigt werden), Quadrajet-Vergaser (gebraucht gekauft, brauchte komplette Überholung), Gasgestänge (neu angefertigt) und Montage neuer Zündkabel, passend in Gelb.
Außerdem gabs für den Bremskraftverstärker eine schicke V2A-Halteplatte, um die Löcher der ehemaligen Handschaltung zu verdecken und guten Halt zu geben, sowie eine “custom-made” Anlenkung für die Lenkradschaltung zum Automatik-Getriebe. In Arbeit ist jetzt noch die Handbremsanlage, natürlich alles handgefertigt, da es nichts passendes zu kaufen gibt.
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