Mal eben ein paar Blechteile anbauen
15. Oktober 2007 - 09:26 Uhr Jens Wilde
“Mal eben”? Wohl kaum. Wer schonmal ein altes amerikanisches Auto zerlegt und wieder zusammengebaut hat, weiß was ich meine. Für alle anderen: NICHTS PASST! Es hat schon seinen Grund, dass die Amis in “Zoll” messen. Ein Zoll (engl. Inch) entspricht 2,54cm. Alles unter einem halben Zoll ist da schon super. Sind aber immer noch gut 13mm und damit für den deutschen Automobil-Liebhaber völlig inakzeptabel.
Am Samstag waren die Türen dran. Anbauen ist einfach. Ausrichten fürchterlich. Bis man verstanden hat, in welche Richtung die Schaniere verschoben werden müssen, war der Tag schon vorbei.
Am Sonntag sollte es schneller gehen. Sollte. War aber nichts. Erst die Frontschnauze komplett angeschraubt. Dann kamen die Kotflügel und nichts paßte. Also alle Schrauben wieder ab und nur einige eingedreht. Schon besser. Allerdings paßte weder links noch rechts der Übergang zu den Türen. Warum? Die Kanzel wurde aus zweien zusammengeschweißt (darum ja der Spitzname “Frankie”) und der Wagen hatte einen leichten Unfallschaden vorne rechts. Also mußten auch die vorderen Innenkotflügel nochmal losgeschraubt werden. Nach 8 Stunden an- und abschrauben, Maß nehmen, probieren, fluchen, Löcher vergrößern, einigen Flaschen Bier, gefühlten 100 Schrauben und 2 Packungen Unterlegscheiben war es dann geschafft.
Der Chef ist zufrieden und ich glücklich, dass die Blechteile von der To-Do-Liste zu streichen sind, denn die nächsten Aufgaben warten schon: Tür-Innereien, Fenster, Dichtungen, Scheinwerfer, Verkabelung, etc. Auch wäre es schön, wenn der Lacker die Ladefläche endlich fertig machen würde, damit es “hintenrum” auch losgehen kann.











